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Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Medizinische Fakultät

Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie

Ernst-Grube-Straße 40

06120 Halle (Saale)

Tel.:+49 345 5571847

Fax:+49 345 557901847

Profil

Forschungsprofil

 
Beschreibung der Einrichtung

Die Klinik verfügt über 30 Betten, davon 6 tagesklinische Betten sowie eine Poliklinik mit Spezialsprechstunden.

Die stationären Bereiche umfassen:
  • Operative Station I mit Urogynäkologie und allgemeiner Gynäkologie (18 Planbetten)
  • Operative Station II mit Senologie (23 Planbetten)
  • Gynäkologische Onkologie (19 Planbetten)
  • Tagesklinik für Gynäkologische Onkologie (6 Planbetten)

Die Poliklinik umfasst:
  • Allgemeine Gynäkologie
  • Urogynäkologische Sprechstunde
  • Brustzentrum (ISO-Zertifizierung) mit Brustsprechstunde
  • Onkologische Sprechstunde
  • Dysplasiesprechstunde

Medizinisches Leistungsangebot

Das Leistungsprofil der Klinik umfasst:

    • Gynäkologische Onkologie
      Das operative Spektrum der gynäkologischen Onkologie umfasst alle Genitalmalignome, von der radikalen Hysterektomie bis hin zur Exenteration. Für das Ovarialkarzinom und die maximal tumorreduktive Primärtherapie steht ein Ultraschalldissektor zur Verfügung. Das gesamte Spektrum der onkologischen Behandlungen wie Chemotherapie, Radiochemotherapie alleine oder kombiniert und die Supportivtherapie gelangen hier zur Anwendung. Enge klinische und wissenschaftliche Zusammenarbeit besteht mit den Kliniken für Diagnostische Radiologie, Strahlentherapie und der Klinik für Onkologie und Haematologie. Derzeit laufen insgesamt 10 Klinische Studien und zahlreiche molekularbiologische Projekte. Das Projekt Kunsttherapie für krebskranke Patientinnen wird mit mehr als 120 Konsultationen pro Jahr durchgeführt.
    • Senologie
      Seit 12.10.2002 besteht das interdisziplinäre Brustzentrum der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität. Das Brustzentrum Halle ermöglicht den Patientinnen die interdisziplinäre Beratung durch unsere Klinik in enger und regelmäßiger Kooperation der Klinik für Diagnostische Radiologie, der Klinik für Strahlentherapie, der Klinik für Innere Medizin IV. Das Brustzentrum wird ISO zertifiziert und entspricht somit dem EU-Standard. Das Leistungsspektrum umfasst alle dem neuesten Stand entsprechenden diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen. Die Mammadiagnostik erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Diagnostische Radiologie (bildgebende Diagnostik, stereotaktische Punktion, Drahtmarkierung). In der operativen Behandlung wird das gesamte Spektrum moderner Mammachirurgie angeboten, z. B. brusterhaltende Operation, Mastektomie, Axilladissektion, Sentinel-Techniken, sowie tumoradaptierte, onkoplastische und rekonstruktive Brustoperationen. Onkologisch wurde der Bereich mit 44 Klinischen Studien wissenschaftlich ausgebaut. Darüber hinaus laufen zahlreiche experimentelle Studien zum Thema Mammakarzinom, in-situ Karzinom, Rezeptoranalytik.

      Die Tagesklinik versorgt onkologische und senologische Patienten mit nunmehr monatlich durchschnittlich 350 Frauen mit unterschiedlichen gynäkologischen Malignomen.
    • Urogynäkologie, allgemeine Gynäkologie
      Das Leistungsangebot umfasst die gesamte spezialisierte Diagnostik und Therapie von Miktions- und Kontinenzstörungen sowie urogenitalen Senkungszuständen. Operativ werden neben rekonstruktiven Eingriffen von Beckenbodendefekten vor allem Urethralschlingentechniken erweitert eingesetzt. Enge Kooperationen besteht mit der Selbsthilfegruppe der GIH Halle sowie durch Fortbildungsveranstaltungen für Laien und Betroffene.

      Das Krankengut "allgemeine Gynäkologie" ist vorwiegend durch Problemfälle bei nichtbösartigen Erkrankungen bestimmt. Seit dem Jahr 2002 werden hysteroskopisch therapeutische Eingriffe forciert durchgeführt. Mittlerweile existiert auch ein modernes Endoskopie-Equipment, mit dem alle endoskopischen Operationen durchgeführt werden können. Neben der allgemeinen Sprechstunden der Klinik existiert eine Dysplasie-Sprechstunde zur Diagnostik und Therapie dysplastischer Veränderungen an Vulva, Vagina und Zervix.
    •  ForschungDie Klinik verfügt über ein eigenes Forschungslabor. Forschungsschwerpunkte:
      • Invasionsmarker bei gynäkologischen Malignomen
      • Detektion von Tumorzellen im peripheren Blut
      • Detektion von Wächterlymphknoten bei gynäkologischen Malignomen ¿ Mamma, Vulva, Zervix
      • Prognosefaktoren bei gynäkologischen Malignomen
      • Bindegewebsuntersuchungen des weiblichen Beckenbodens
      • experimentelle urodynamische Untersuchungen
      • Hormonrezeptoranalytik bei invasiven und präinvasiven Mammaerkrankungen
      • Expression und Rolle des Ah-Rezeptors und Einfluss von Xenobiotika auf die Dezidualisierung im humanen Endometrium
      • Expressionsanalyse des Serum-VEGF-Spiegel bei Patientinnen mit Mammakarzinom ¿ Prognostische und Klinische Bedeutung
      • Genpolymorphismen bei gynäkologischen Malignomen
      • Untersuchung von Mammakarzinom und Erythropoese
      • Zellkulturen
        • Einfluss von Effektoren auf Prozesse der Angiogenese
        • Einfluss von Effektoren auf die Proliferation von Mammakarzinomzellen im Vergleich zu menschlichen Endothelzellen
        • Einfluss von Cytokinen auf die proteolytische Aktivität in menschlichen Endothelzellen

      • Nachweis der Östrogenrezeptoren (ER) a, b inklusive ihrer Splicingvarianten in Mamma-CA mittels RT-PCR und Westernblotting
      • Nachweis der mRNA von Östrogen-Target Genen zur Funktionalität der exprimierten Rezeptoren
      • Nachweis der Wirkung von unterschiedlichen Effektoren auf MCF-7 und anderer Zelllinien: Proliferationstests, Genexpression
      • Nachweis der mRNA der Östrogenrezeptoren a, b in disseminierten Krebszellen
      • Ausweitung der Untersuchungen auf Ovarialtumoren und Endometriose (siehe 4.)
      • Anlegen "eigener" Tumorzelllinien, Analyse der Genexpression
      • Molekularbiologischer HPV-Nachweis
      • Isolation vollständiger cDNAs der Östrogenrezeptoren a, b aus Mamma CA bzw. disseminierten Tumorzellen und funktionelles Screening in Zellkulturen. Mutationsscreening.
      • RT-PCR Expressionsanalyse für Matrix-Metalloproteasen (MMPs) und Proteaseinhibitoren
      • Nachweis relevanter mRNAs in Carcinomen. Auswahl aus der "Liste" prognostisch relevanter Gene (nature 415, 530ff und der Vorläuferarbeiten) für RT-PCR, oder Analyse mit DNA-Micro- oder Macroarrays; Angiogenesemarker; Anaerobiemarker.
      • Überexpression von Ets1 und Ets2 und deren Effekt auf die Invasivität von Mammakarzinomen
      • RNA-Interferenz: Die Wirkung von posttranskriptionalem Gene Silencing (PTGS) von Ets1 und Ets2 auf die Invasivität und die EMT von Mammakarzinomen
      • Immunohistochemische und Westernblot-Analyse von DCIS und Lymphoknotenmetastasen auf die Expression von Ets1 und Ets2
      • Promotoranalysen mit Ets1 und Ets2 bezüglich tumor-relevanter Gene
      • Einbeziehung andere tumorrelevanter Ets-Faktoren: PEA3 (E1AF), Ese-1, Elf-1, Erf
      • Bedeutung von Ets-Transkriptionsfaktoren im Ovarial- und Vulvakarzinom
      • Nachweis von PKC-Subtypen (Regulatoren von Ets-Transkriptionsfaktoren) im Mammakarzinom
      • Überexpression dieser PKC-Subtypen allein oder mit Ets1 und Ets2 im Mammacarcinomzellen und deren Effekt auf die Morphologie und Invasivität dieser Zellen.
      • PTGS von PKC-Subtypen und deren Einfluß auf die zelluläre Invasivität
      • Immunohistochemische Analysen von PKC-Subtypen im Tumorgewebe
      • Untersuchung der Bedeutung von GATA-3, einen Marker für nicht-invasive Mammacarcinomzellen, für die Brustkrebsentwicklung (PTGS, Überexpression etc.)
      • Analyse der Expression von GATA-3 im DCIS und invasiven Mammakarzinomen
      • E-Cadherin und dessen Bedeutung für die epithelial/mesenchymale Transition (EMT): PTGS, Überexpression, Regulation der Expression durch Ets-Transkriptionsfaktoren, Snail und Slug
      • Beeinflussung des TGFß-Signalweges durch Überexpression von Smad7, TGIF, SnoN und Ski und dessen Effekt auf die EMT und Invasivität von Mammakarzinomen.
      • Screening nach tumor-relevanten TGFß-Targets in invasiven Mammakarzinomzellen
      • Immunohistochemischer Nachweis von Ets1 und PKC-Subtypen im Stroma von Mammakarzinomen
      • Einfluß von Tumorzellen auf das Expressionsmuster von Zellen des vaskulären und nicht-vaskulären Stromas: Effekt von Tumorzell-konditioniertes Medium auf die Genexpression von Endothel- und Fibroblastenzellen
      • Ko-Kulturen von Fibroblasten und Endothelzellen mit invasiven und nicht-invasiven Mammakarzinomen und die Effekte auf die Genexpression in diesen Zellen.
      • Micro-Array-Analysen mit invasiven und nicht-invasiven Mammakarzinomen ohne oder mit PTGS von relevanten Tumormarkern (Ets1, ER, PKC etc.)
      • ChIP (Chromatin immunoprecipitation) Assays zur Nachweis der Bindung von Ets- Transkriptionsfaktoren and Ets-regulierte Gene in-vivo.