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Universitätsklinik für Neurologie

Haus 60a/60b

Leipziger Str. 44

39120 Magdeburg

Tel.:+49 391 6715001

Fax:+49 391 6715216

Profil • Ausstattung

Forschungsprofil

Klinische Forschung


Entzündliche Erkrankungen des Nervensystems, speziell Multiple Sklerose (MS)
  • Kontrollierte pharmakologische Studien
  • Speziell entwickelte kernspintomographische Untersuchungsverfahren
  • Klinische MRT-Forschungsgruppe: Untersuchung der Pathophysiologie der Multiplen Sklerose
  • Neurodegeneration, spezielle ZNS-Progranulin bei autoimmunvermittelten Enzephalopathien

Epilepsie und andere paroxysmale Störungen
  • Epilepsiepezialambulanz, Neuromodulationsambulanz, Langzeit-Video-EEG-Überwachung
  • praechirurgische Diagnostik mit spezialisierter Diagnostik mit 7-Tesla, funktioneller Traktographie,
    MEG und CT-PET
  • Anfallsdetektion in zwei- und dreidimensionaler videobasierter Bewegungsanalyse
  • alternative Applikation von Antiepileptika (insbesondere "rapid loading")
  • MEG und  EEG im klinischen Kontexts (Standardisierung, erweiterte Verfahren, wie z.B. Source-Localisation)
  • Forschungsschwerpunkt:
    - Langzeitverlauf resektiver und minimal-invasiver epilesiechirurgischer Verfahren (insbesondere Ablationsverfahren)
    - Klinische und funktionelle Konsequenzen der Tiefen Hirnstimulation (Konnektivität, Source Localisation, klinische Parameter)

Neuromuskuläre Erkrankungen und Bewegungsstörungen
  • Muskelzentrum Magdeburg: Interdisziplinäre Spezialsprechstunde für ALS Patienten; Koordination der Forschungsaktivitäten; Einsatz rechnergestützter, quantitativer Verfahren zur Diagnostik neurogener und myogener Erkrankungen und in kooperierenden Labors auch neurobiochemische, immunologische und neurogenetische Untersuchungen
  • Elektromyographie (EMG): Einzelpotentialanalyse, Interferenzmusteranalyse, Kreuzkorrelationsuntersuchungen zwischen kortikalem Magnetstimulus oder peripherer Nervenstimulation und willkürlichaktivierten motorischen Einheiten
  • Bewegungsstörungen: Klinisch-wissenschaftlicher Schwerpunkt ist die Identifikation und klinische Überprüfung neuer Zielpunkte im Rahmen neuromodulatorischer therapeutischer Verfahren wie der Tiefen Hirnstimulation (THS). Die klinische Wirksamkeit  der THS wird u.a. beim atypischen Parkinsonsyndrom untersucht.

Neuropsychologie
  • Untersuchung des Einflusses von Tiefenhirnstimulation (THS) des pedunculopontinen und subthalamischen Nucleus (PPN & STN) auf die kognitive Leistungsfähigkeit bei Patienten mit Erkrankungen der Basalganglien
  • Untersuchung des Einflusses von THS des anterioren Thalamus und des Nucleus Accumbens auf die kognitive Leistungsfähigkeit von Patienten mit Epilepsie
  • Untersuchung des Einflusses von Monoaminooxidase- Inhibitoren auf die kognitive Leistungsfähigkeit von Patienten mit idiopathischem Parkinsonsyndrom
  • Untersuchung der Gedächtnisfunktionen bei Patienten in frühen und späten Stadien der Multiplen Sklerose mit testpsychologischen und neuroradiologischen Methoden; Multi-Center-Studie, Kooperation mit den Standorten: Rostock, Wermsdorf, Teupitz, Halle
  • Untersuchungen des Einflusses pharmakologischer Interventionen auf die Gedächtnisleistung bei Patienten mit Mild Cognitive Impairment
  • Befragung zum Erleben von Aufmerksamkeitsdefiziten und zum allgemeinen Befinden bei Parkinson Betroffenen
  • Untersuchung kognitiver Defizite bei Patienten mit Amyothropher Lateralsklerose (ALS), in Kooperation mit dem DZNE Magdeburg
  • Untersuchung kognitiver Defizite bei chronischer traumatischer Enzephalopathie und Alzheimer Demenz
  • Forschungsarbeit: Gedächtnistraining bei leichter kognitiver Störung, eine fMRT-basierte Studie
  • Ambulante neuropsychologische Therapie und Begutachtung

Schlaganfall
  • Frühdiagnostik und Akuttherapie des Schlaganfalls
  • Prognose bei Schlaganfall
  • Neurovaskuläre Erkrankungen
  • Neurovaskuläre Ultraschalldiagnostik

Demenzielle Erkrankungen

Gedächtnissprechstunde (Kooperation des DZNE und der Univ. Klinik für Neurologie)
  • Diagnostik und Therapie mit:
    • modernsten MRT-Untersuchungsverfahren (3 Tesla und 7 Tesla)
    • nuklearmedizinischen Verfahren (Amyloid-PET, FDOPA-PET, Glukose-PET (FDG-PET), DaTSCAN; Kooperation mit der Nuklearmedizin)
    • biochemischen Markern (Liquor-Proteine Tau und Aß, p-Tau, Aß-Ratio, Progranulin, Neurofilament sowie Apolipoprotein E)
    • EEG und MEG
    • innovativen neuropsychologischen Untersuchungen (inklusive räumliche Navigation in virtuellen Umgebungen)
  • Simultanes MRT und PET (MR-PET)
  • Differentialdiagnose verschiedener dementieller Syndrome:
    • Demenzen vom Alzheimer-Typ
    • Frontotemporale Demenzen (z.B. spezielle Marker im Liquor) und atypischen Demenzformen (Demenz bei ALS)
    • Demenz bei M Parkinson
  • Untersuchungen zu präklinischen Stadien von Demenzen und zu subjektiven Gedächtnisstörungen im Alter

         Therapie:
  • Leitliniengerechte medikamentöse Behandlung
  • Kontrollierte Pharmastudien
  • Nicht-pharmakologische Therapien (Kognitive und körperliche Trainingsprogramme unter Verwendung und Adaptation vorhandener Interventionsverfahren
  • Angehörigenberatung

Durchführung von Transkranieller Magnetstimulation (TMS):
  • Repetitive Stimulation zur Verbesserung sprachlicher Funktionen und von depressiven Symptomen bei Demenz
  • Inhibition zur Exploration von Arbeitsgedächtnisprozessen
  • DZNE Magdeburg Verbundprojekt mit Uni Rostock / DZNE Rostock (kognitive Störungen bei ALS),  Kooperation mit der Bewegungssprechstunde (kognitive Störungen bei Morbus Parkinson)

Stereotaxie
  • Tiefe Hirnstimulation bei Bewegungsstörungen (M. Parkinson, essentieller Tremor, Dystonie), Epilepsie und psychiatrische Erkrankungen
  • Stereotaktische Biopsie ätiologisch unklarer Raumforderungen
  • Lokale Bestrahlung von Hirntumoren durch Jod-125-Seed-Implantation (Brachytherapie)
  • Schmerztherapie (Epidurale Rückenmarksstimulation, periphere Nervenstimulation)
  • Vagus-Nerv-Stimulation (Epilepsiebehandlung)
  • Intradurale Medikamentenapplikation (Spastik)
  • Neuroprothetik/funktionelle elektrische Stimulation nach Hirninfarkten und intrazerebralen Blutungen (z.B. bei Fußheberparese)

Grundlagenforschung

Höhere zerebrale Funktionen und ihre Störungen:
  • Neuronale Mechanismen höherer zerebraler Funktionen, darunter Prozesse der visuellen Verarbeitung (Perzeption, Attention, multimodale Verarbeitung), Motorik, Belohnungsverarbeitung, Gedächtnis und Lernen sowie Neurolinguistik, Bewusstsein, Emotionen
  • Neuromodulation
  • Analyse der Pathomechanismen dementieller Erkrankungen
  • Früherkennung und Prävention von Demenzerkrankungen

Analyseverfahren:
  • Einsatz sowohl elektrophysiologischer Signale (EEG, MEG, LFP) als auch bildgebender Verfahren (funktionelle Kernspintomographie, Positronemissionstomographie (PET), genetisches Imaging), Nah-Infrarot-Spektroskopie (NIRS)
  • Moderne Verfahren zur Analyse kognitiver Funktionen, u.a. ereigniskorrelierte Potentiale, funktionelles Kernspin und magnetisch evozierte Felder; Einsatz gängiger psychologischerTests; Einfluss genetischer Polymorphismen
  • Einzelepochenanalyse; Wavelet-Analyse; Quellenanalyse, Phasen-Amplituden-Synchronisierung
  • Resting State Analyse

Infrastruktur
  • EKP-Messplätze mit Stimulationseinheit und Videoüberwachung
  • Ganzkopf-MEG-Gerät (302 Kanäle) samt Stimulation und Videoüberwachung
  • EEG-Video Monitoring 24 h
  • 2 x 3-Tesla-Forschungs-MRT für die funktionelle Bildgebung inkl. Stimulations- und Augenüberwachungseinheit
  • 7T-Forschungs-MRT
  • Nahinfrarotspektroskopie-Einheit (NIRS) (52 Kanäle)
  • Simultane Messung von EKP und MRT (3-Tesla)
  • MR-PET-Gerät (DZNE)

Angewandte neurowissenschaftliche Forschung
  • Mobile Trockenelektroden-EEG-Hauben zur medizinischen Überwachung von Patienten in der Häuslichkeit.
  • Entwicklung von Verfahren des Neurofeedback als neurologische Therapieoption
  • Nutzung von Brain Machine Interface (BMI)-Ansätzen zur motorischen Rehabilitation nach Schlaganfall

Geräte/Ausrüstungen