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Randomisierte kontrollierte multizentrische Studie zur Albuminersatztherapie im septischen Schock (ARISS-Studie)

Projektleiter:
Projektbearbeiter:
Dr. Torben Esser, Dr. med. Florian Prätsch
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Albumin ist ein zentraler Regulator der Flüssigkeitsverteilung im extrazellulären Raum und verfügt über mehrere Eigenschaften, die über seine onkotische Aktivität hinausgehen, darunter die Bindung und der Transport verschiedener endogener Moleküle, entzündungshemmende und antioxidative Wirkungen, die Modulation von Stickstoffmonoxid sowie eine Pufferfunktion. Die sich häufenden Hinweise deuten darauf hin, dass eine Albumin-Supplementierung möglicherweise nur dann Überlebensvorteile bietet, wenn die Schädigung schwerwiegend ist, wie beispielsweise bei Patienten mit septischem Schock. Es fehlen prospektive randomisierte Studien zu den möglichen Auswirkungen einer Albuminersatztherapie bei diesen Patienten mit septischem Schock. Das Ziel der vorgeschlagenen Studie ist es zu untersuchen, ob die Gabe von Albumin und die Aufrechterhaltung eines Serumspiegels von über 30 g/l über 28 Tage das Überleben bei Patienten mit septischem Schock im Vergleich zu einer Reanimation und Volumenersatztherapie ohne Albumin verbessert. In dieser prospektiven, multizentrischen, randomisierten Studie werden erwachsene Patienten (~18 Jahre) mit septischem Schock innerhalb von maximal 24 Stunden nach Beginn des septischen Schocks nach Einholung der Einverständniserklärungen randomisiert der Behandlungs- oder Kontrollgruppe zugewiesen. Patienten, die der Behandlungsgruppe zugewiesen werden, erhalten über einen Zeitraum von 2–3 Stunden eine Initialdosis von 60 g Humanalbumin 20 %. Die Serumalbuminspiegel werden auf der Intensivstation für maximal 28 Tage nach der Randomisierung durch Infusionen von 40–80 g Humanalbumin 20 % über 30 g/l gehalten. Die Kontrollgruppe wird gemäß der üblichen Praxis behandelt, wobei Kristalloide die erste Wahl für die Reanimations- und Erhaltungsphase des septischen Schocks sind. Der primäre Endpunkt ist die 90-Tage-Mortalität, und zu den sekundären Endpunkten gehören die 28-Tage- und 60-Tage-Mortalität, die Mortalität auf der Intensivstation und im Krankenhaus, Organfunktionsstörungen/-versagen sowie die Dauer des Aufenthalts auf der Intensivstation und im Krankenhaus. Insgesamt müssen 1412 Patienten analysiert werden, 706 pro Gruppe. Unter der Annahme einer Ausfallrate von 15 % müssen insgesamt 1662 Patienten in die Studie aufgenommen werden. Es wird erwartet, dass die Studie die tägliche klinische Praxis beeinflussen und direkte Auswirkungen auf die Leitlinien zur Behandlung von Patienten mit septischem Schock haben wird.

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