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Förderung der Konzeptphase sowie der Aufbau- und Vernetzungsphase im Förderkonzept Medizininformatik

Termin:
31.03.2016
Fördergeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Mit der Digitalen Agenda hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, die Innovationspotenziale der Digitalisierung zu nutzen - auch in der Medizin. Dazu hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im November 2015 ein Förderkonzept zur Medizininformatik veröffentlicht. Das Förderkonzept ist Teil des Rahmenprogramms Gesundheitsforschung der Bundesregierung und bedient insbesondere die Aktionsfelder "Gebündelte Erforschung von Volkskrankheiten" und "Individualisierte Medizin".

Das Förderkonzept Medizininformatik sieht eine neunmonatige Konzeptphase sowie eine gegebenenfalls anschließende vierjährige Aufbau- und Vernetzungsphase vor. Gefördert werden Konsortien, denen mindestens zwei Universitätskliniken sowie gegebenenfalls weitere Partner (z. B. Forschungseinrichtungen, Hochschulen, private Kliniken, Unternehmen aus den Branchen IT, Pharma, Biotechnologie, Medizintechnik) angehören. Die Beteiligung einer Universitätsklinik an mehreren Konsortien ist nicht möglich. Die Konsortien sollen technische und organisatorische Lösungen entwickeln und implementieren, die den Austausch und die Nutzung von Daten aus Krankenversorgung, klinischer und biomedizinischer Forschung über die Grenzen von Institutionen und Standorten hinweg ermöglichen sowie vorhandenes Fachwissen und aktuelle Forschungsergebnisse im Forschungs- und Versorgungsalltag verfügbar machen.

Ein Kernelement des Förderkonzepts sind sogenannte "Datenintegrationszentren", die an Universitätskliniken sowie gegebenenfalls weiteren Einrichtungen, die Forschungs- oder Versorgungsdaten in größerem Umfang verfügbar machen wollen, aufgebaut und miteinander vernetzt werden sollen.
Zweites Kernelement des Förderkonzepts sind IT-Lösungen für spezifische Anwendungen, für die der standort-übergreifende Austausch von Forschungs- und Versorgungsdaten genutzt werden soll. Eine solche Anwendung ("Use Case") könnte beispielsweise die IT-basierte Unterstützung von Diagnose und Therapiewahl bei seltenen Erkrankungen, die Rekrutierung von Patienten für klinische Studien, die personalisierte Krebstherapie oder eine andere Aufgabenstellung aus dem Forschungs- und Versorgungsalltag sein. Anhand solcher konkreter Anwendungsfälle soll der Mehrwert des Datenaustauschs und der entwickelten IT-Lösungen für Forscherinnen und Forscher, Ärztinnen und Ärzte bzw. Patientinnen und Patienten demonstriert werden.

In der Konzeptphase sind Personal- und Reisemittel sowie Kosten für Unteraufträge z. B. für Beratung und Analysen förderfähig. Der Förderbetrag pro Konsortium ist auf 300 000 Euro (gegebenenfalls zuzüglich Projektpauschale) begrenzt. Die Laufzeit beträgt neun Monate.

Für den Aufbau der Datenintegrationszentren sind Personal-, Sach- und Reisemittel sowie Unteraufträge förderfähig. Außerdem förderfähig sind projektbezogene Investitionen, die nicht der Grundausstattung des Antragstellers zuzurechnen sind. Die Laufzeit beträgt vier Jahre.

Für die FuE-Vorhaben zur Entwicklung, Implementierung und Testung der IT-Lösungen in den avisierten Anwendungen sind Personal-, Sach- und Reisemittel sowie Unteraufträge förderfähig. Außerdem förderfähig sind projektbezogene Investitionen, die nicht der Grundausstattung des Antragstellers zuzurechnen sind. An diesen FuE-Vorhaben können neben den Universitätskliniken auch weitere Verbundpartner (z. B. Forschungseinrichtungen, Big Data Kompetenz¬zentren, Unternehmen) beteiligt sein. Die Laufzeit beträgt bis zu vier Jahren.

Für die Nachwuchsgruppen sind Personal- und Sachmittel, vorhabenbezogene Investitionen sowie Aufwand für Publikations- und Reisetätigkeiten förderfähig. Die Personalausstattung sollte sich an folgenden Richtwerten orientieren: einem Nachwuchsgruppenleiter, einem Post-Doktorand, zwei Doktoranden und maximal zwei technische Angestellte. Die Laufzeit der Nachwuchsgruppen beträgt fünf Jahre.

Erstansprechpartner für Interessenten und Antragsteller ist
DLR Projektträger
Telefon 02 28/38 21-12 10
Telefax 02 28/38 21-12 57
Internet: www.gesundheitsforschung-bmbf.de

Kontaktpersonen beim Erstansprechpartner sind Frau Dr. Stefanie Gehring (stefanie.gehring@dlr.de, 02 28/38 21-11 09), Frau Dr. Katrin Hahlen (katrin.hahlen@dlr.de, 02 28/38 21-11 43) und Frau Dr. Nanette Kälin (nanette.kaelin@dlr.de, 02 28/38 21-12 51).

Um Interessierte über die Ziele und Ausgestaltung des Förderkonzepts Medizininformatik eingehend zu informieren, wird zudem eine Informationsveranstaltung am 27. November 2015 in Berlin stattfinden. Weitere Informationen sind im Internet unter www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/medizininformatik.php zu finden.

Weitere Informationen:
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung.php?B=1098