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Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie

Profil

Forschungsprofil

Poliklinikstruktur

Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie: Kariologie, Endodontologie, Parodontologie

Sektion Präventive Zahnheilkunde und Kinderzahnheilkunde

Sämtliche Gebiete der konservierenden, restaurativen und präventiven Zahnmedizin werden abgedeckt. Das gilt für alle Bereiche (Lehre, Forschung, Med. Betreuung). Als Mittler zwischen der Weitergabe neuer Erkenntnisse und der praktischen Anwendung zum Wohle der Patienten, stehen im Mittelpunkt der Forschung der Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie folgende Schwerpunkte:

1. Angewandte Grundlagenforschung und klinische Forschung zur Zahnerhaltung

Ziele der Grundlagenforschung bestehen zum einen in der Erforschung der Grundlagen von Biomineralisation, der Aufklärung der Mikromorphologie und Ultrastruktur von zahneigenen und zahnumgebenden Gewebe sowie der Bestimmung von physikochemischen Parametern der Elemente des Gebiss-Systems. Im Mittelpunkt der klinischen Forschung stehen die Entwicklung von Verfahren zur Retentionsverbesserung von Füllwerkstoffen, Untersuchungen zur Therapie bei Dentinhypersensibilität, die Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren (z.B. zur Vitaltiät der Pulpa), die Entwicklung minimal invasiver Verfahren zur restaurativen Zahnerhaltung sowie Interventionen zur Kariesprophylaxe. Mittels Mikrohärte- und Zugfestigkeitsprüfung sowie Mikroskopie (Rasterelektronen-, Polarisationsmikroskopie) werden Materialeigenschaften (Kontaktfläche Zahnhartgewebe/Werkstoff), Verlauf und Erfolg dentaler Interventionen (Effektivität von Flouridierungsmaßnahmen, Wirkung von Haftvermittlern, Behandlung von Dentinhypersensibilität) sowie Mineralisationsreifung und Reifungsvorgänge der Zahnhartsubstanzen überprüft.

2. Parodontitis als chronisch inflammatorische Erkrankung

Ziel dieser Studie ist es, die komplexen Assoziationen zwischen immunologischen Faktoren (serologische und molekularbiologische HLA-Typisierung, Zytokin-Genotypisierung), subgingivale bakterielle Besiedlung und der Prävalenz von entzündlichen Parodontitiden (chronische und aggressive Parodontitis) im Vergleich zu einer parodontal gesunden Kontrollgruppe zu untersuchen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Untersuchung von möglichen Wechselbeziehungen zwischen Parodontitis und rheumatischen Gelenkerkrankungen (Juvenile Idiopathische Arthritis, Rheumatoidarthritis) auf genetischer Ebene sowie auf Ebene der bakteriellen Besiedlung der Zahnfleischtasche und der Gelenkflüssigkeit. (Zusammenarbeit mit dem Institut für Medizinische Immunologie; der Universitätspoliklinik und Poliklinik für Innere Medizin I und der Universitätspoliklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendmedizin, MLU Halle)

3. Epidemiologische Studien im Kinder- und Jugendalter

Ziel der bevölkerungsrepräsentativen epidemiologischen Studien ist zum einen die Beschreibung der Prävalenz von kraniomandibulären Dysfunktionen und die Identifikation von Einflussfaktoren im Jugendalter und zum anderen die Untersuchung des Kariesrisikos zur Ermittlung von Erkrankungsmarkern. Weiterhin werden Risikofaktoren für das Nursing-Bottle-Syndrom untersucht sowie die Güte von Kunststoffversieglern bzw. Füllungsmaterialien im Milchgebiss geprüft.