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Entwicklung, fachliche Koordination der Umsetzung und naturschutzfachliche Erfolgskontrolle standortangepasster Beweidungsmaßnahmen im FFH-Gebiet "Tote Täler südwestlich Freyburg"

Projekthomepage:
Finanzierung:
EU - ELER Sachsen-Anhalt ;
Koniks als Landschaftspfleger: Erhalt und Entwicklung artenreicher Kalkmagerrasen im FFH-Gebiet 'Tote Täler südwestlich Freyburg'
Überregionale Besonderheit des Naturschutz- und FFH-Gebietes Tote Täler (südwestlich Freyburg) ist eine extrem hohe Biodiversität. Gleichzeitig weist das Gebiet jedoch in Teilbereichen hohe Pflegedefizite auf. Ziel des Projektes ist es, weitere dieser ursprünglich offenen Teilbereiche in eine zielführende Nutzung zu überführen, um diese im Hinblick auf die Verbesserung und Sicherung des Erhaltungszustandes der vorkommenden Lebensraumtypen und Arten der FFH-Richtlinie, also die Umsetzung des Netzwerkes Natura 2000 zu optimieren.

Die naturschutzfachliche Erfolgskontrolle soll die Eignung standortangepasster Beweidungsverfahren im FFH-Gebiet evaluieren. Die Maßnahme fördert den Erhalt und die Entwicklung der Kulturlandschaft. Vier extrem artenreiche Steilhänge werden seit 2012 mit einer Ziegen-Rotationsbeweidung gepflegt, die Effekte sollen weiterhin wissenschaftlich begleitet werden. Auf naturschutzfachlich hochwertigen Flächen sollen wenig erprobte, aber landesweit umgesetzte Beweidungsverfahren wie die Koppelhaltung von Schafen systematisch getestet werden. Außerdem sollen die langjährigen Auswirkungen auf arten- und orchideenreiche Kalkmagerrasen der ganzjährigen Pferdebeweidung systematisch weiter verfolgt werden. Darüber hinaus soll eine Sensibilisierung der Bevölkerung für den Umweltschutz und Information der Multiplikatoren über die Zielstellungen des Naturschutzes durch gezielten Wissenstransfer in die landesweite Praxis erfolgen.

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