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Prof. Dr. habil. Igor Lorencin

Theologische Hochschule Friedensau

Fachbereich Theologie

An der Ihle 5A

39291

Friedensau

Tel.:+49 3921 916217

Fax:+49 3921 916120

igor.lorencin@thh-friedensau.de

Profil

Vita

Professor für Neues Testament – Theologische Hochschule Friedensau, Deutschland
2015 – bis heute – Vorlesungen, Studentenberatung, Seminare

Dekan – Adriatic Union College, Maruševec, Kroatien
2013 – 2015 – Administration, Finanzen, Unterricht, Studentenberatung

Prodekan – Adriatic Union College, Maruševec, Kroatien
2011 – 2013 – Unterrichtsterminplanung, Studentische Praktika, Unterrichten, Studentenberatung

Senior Pastor – Freikirche der Siebenten Tags Adventisten, Zentralkirche Zagreb, Kroatien
2007 – 2011 – Verwaltung, Predigen, Seelsorge, Gastdozent in Maruševec & Belgrad Adventistische theol. Hochschulen

Pastor – Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Elk Grove Village, Chicago Metropolitan Area, Illinois, U.S.A.
2003 – 2007 – Predigen, Seelsorge

Doctor of Philosophy (Ph.D.)  – Andrews University, Michigan, U.S.A.
1999 – 2007

Diplom-Theologe (Dipl.-Theol.) – Theologische Hochschule Friedensau, Deutschland
1994 – 1999

Expertenprofil

Da es an wissenschaftlicher Literatur zu frühchristlichen Parusieerwartungen mangelt, möchte ich diese Forschungslücke schließen und einen Beitrag zu diesem Forschungsfeld leisten. Meine Fragestellung lautet: Welche praktischen Möglichkeiten standen den frühen Christen zur Verfügung, um ihre Hoffnung zu stärken? Ausgehend von Bourdieu vertrete ich die Ansicht, dass im Rahmen der frühchristlichen rituellen Partizipation der Habitus der Beteiligten geformt wurde. Im Ritual wird durch wiederholte Mimesis eine Identität verkörpert; dies trägt zur Herausbildung der Werte und Normen einer Gruppe bei. Die 4E-Kognition – verstanden als verkörpert (embodied), vollzogen (enacted), eingebettet (embedded) und erweitert (extended) sowie interdisziplinär angewandt – erweist sich für meine Untersuchungen als äußerst nützlich. Um mich dem Thema der Zukunftshoffnungen zu nähern, greife ich auf kognitiv-emotionale Theorien zurück, die Emotionen als verkörperte Urteile begreifen, die in spezifische Kontexte eingebettet sind. Solche emotionalen Urteile manifestieren sich auch in Ritualen und tragen dort zur Formung der Identität sowie des Habitus der Teilnehmenden bei. Methodisch untersuche ich die rituelle Formierung, die rituelle Verkörperung sowie die emotionale Bewertung ritueller Praktiken, aus denen sich spezifische Gruppenüberzeugungen und -hoffnungen speisen. Im rituellen Prozess wird die Hoffnung auf die Zukunft durch Wiederholung, Verkörperung und das Erleben von Emotionen ritualisiert. Die kontinuierliche rituelle Partizipation festigt die Zukunftshoffnung; auf diese Weise wird eine aktive Parusieerwartung regelmäßig bekräftigt und kann von einer Generation an die nächste weitergegeben werden. Die Verkörperung bestimmten Wissens vollzieht sich somit auf ganz praktische Weise durch rituelles Handeln.